17.05.2019, von Lars Kläschen, Siemens AG, Pressesprecher Region Deutschland

THW bedankt sich bei Siemens

Auszeichnung für Arbeitgeber ehrenamtlicher Helfer. Normalerweise ist es umgekehrt: Menschen bedanken sich für die geleistete Hilfe in Notfällen. Der Landesverband Bremen-Niedersachsen des Technischen Hilfswerk (THW), der Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes, will die Anerkennung nun auch seinen Unterstützern aussprechen.

Bild: Lars Kläschen, Siemens AG, Pressesprecher Region Deutschland

„Wir sind in erster Linie natürlich unseren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr oft langjähriges Engagement dankbar. Es war aber an der Zeit, auch den Arbeitgebern einmal ausdrücklich für das Verständnis, den Arbeitsausfall und die vielen anderen Unwägbarkeiten zu danken, die mit den Hilfseinsätzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim THW zwangsläufig einher gehen“, so Ortsbeauftragter Ulf Midden bei der Überreichung der „Arbeitgeberplakette“ an die Siemens AG in Lingen. Stefan Engelshove, Chef der Osnabrücker Niederlassung der Siemens AG sowie Standortleiter Rainer Oeding-Erdel nahmen die Auszeichnung am Freitag stellvertretend entgegen. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für Siemens am Standort Lingen tätig, vor allem als Experten für Kunden der Öl- und Gasindustrie sowie für die Stromversorger in der Region. Andre Kotte (35) ist einer von ihnen und seit seiner Jugend beim THW. „Wir möchten, dass sich unser Einsatz für die Gesellschaft nicht nur in unserem geschäftlichen Alltag zeigt, sondern fördern ganz bewusst auch das ehrenamtliche Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen“, betonte Engelshove. Dabei werden Geduld und Verständnis der Arbeitgeber nicht selten auf eine harte Probe gestellt. „Uns ist bewusst, dass es in Zeiten von Fachkräftemangel und enormem Kostendruck vor allem kleineren Unternehmen sehr schwerfällt, auf die Arbeitskraft ihrer Spezialisten zu verzichten“, so Midden. Dafür sind die Spezialisten bei durchschnittlich zehn größeren Notfall-Einsätzen pro Jahr, Übungen nicht mitgezählt, im In- und Ausland sehr gefragt. „Wir rücken mit unserem schweren Gerät oft da an, wo die Feuerwehr nicht mehr weiterkommt. Trümmer beseitigen oder sichern, Lecks abdichten, provisorische Wasser- und Elektrizitätsversorgungen herstellen, all das und noch vieles mehr leistet der THW im Katastrophen- und Krisenfall“, listet Kotte auf. „Und es ist nicht immer kalkulierbar, wie lange unsere Hilfe benötigt wird“. 21 Tage dauerte der bisher längste Einsatz in jüngerer Zeit, und das gewissermaßen vor der Haustür: Middens Kameradinnen und Kameraden  – immerhin: 11 der rund 80 THW‘ler im Ortsverband Lingen sind weiblich – sorgten im vergangenen Jahr bei den mehrwöchigen Löscharbeiten im Moor des Truppenübungs- und Schießplatzes der Bundeswehr bei Meppen dafür, dass das Löschwasser für die Feuerwehr über Kilometer an die Brandherde herangepumpt werden konnte. Die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung, den Feuerwehren und anderen Einsatzkräften klappe in der Regel sehr gut, betont Midden. Der THW Landesverband hat neben der Siemens AG bislang auch den Landkreis Emsland und das Autohaus FORD Jansen mit der Arbeitgeberplakette ausgezeichnet. (klä)


  • Bild: Lars Kläschen, Siemens AG, Pressesprecher Region Deutschland

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